WKÖ-Trefelik: Österreichs Handel bietet zu Black Friday und Cyber Monday trotz Lockdown tolle Angebote

Mit Click&Collect kann der österreichische Handel unterstützt werden – 9 von 10 der Kunden, die diesen Einkaufskanal nutzten, machten positive Erfahrungen.

„Dass ab heute ein Großteil der Handelsbetriebe wieder geschlossen sein muss, ist ein harter Schlag. Um das Allerschlimmste zu verhindern, kann jedoch jeder einzelne Konsument einen Beitrag leisten, indem Weihnachtsgeschenke nicht bei internationalen Online-Händlern, sondern bei den regionalen Anbietern in Österreich gekauft werden. Das gilt auch für die bevorstehenden Einkaufsevents Black Friday und Cyber Monday. Immer mehr österreichische Händler machen dabei mit tollen Angeboten mit“, so Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Die Bekanntheit der beiden, ursprünglich aus dem angelsächsischen Raum stammenden, Events ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Mittlerweile haben bereits 7 von 10 Österreichern vom Black Friday sowie vom Cyber Monday gehört. Die Rabatte an den beiden Tagen erhält man aber oft nicht nur über das klassische Online Shopping. Denn immer mehr heimische Händler bieten ihre Waren auch über Click&Collect an.

Click&Collect wird zum wichtigen Kaufkanal

Seit den Lockdowns erfreut sich Click&Collect immer größerer Beliebtheit und entwickelt sich zum wichtigen Kaufkanal. Denn über „Click&Collect“ dürfen vorbestellte Waren direkt bei den Geschäften abgeholt werden. Bei 9 von 10 Konsumenten, die dieses Service bereits in Anspruch genommen haben, war die Erfahrung positiv, ergab eine Gallup-Umfrage der Bundesparte Handel vom Herbst 2021. Ein Viertel hat bei diesem Service auch Erfahrung mit „Cross Buying“ gemacht, also dem Kauf weiterer Produkte, an die der Käufer ursprünglich nicht gedacht hat. Bezahlt wird dabei von 47 Prozent der Käufer online, von 38 Prozent überwiegend bzw. ausschließlich im Geschäft. (PWK971/NIS)

Nachbericht: Verkaufsplattformen als Umsatzbooster

BarCamp Marktplätze *Amazon, willhaben, niceshops*

Zukünftige Plattformhelden von amazon, willhaben und niceshops

Welche Plattform passt am besten zu Ihrem Produkt und wie können Sie Ihren Umsatz maßgeblich steigern? Diese Fragen wurden von den ExpertInnen von amazon, willhaben und niceshops am BarCamp „Verkaufsplattformen als Umsatzbooster“ am 05.10. der Wirtschaftskammer Kärnten beantwortet.

Raimund Haberl, Spartenobmann der Sparte Handel, zeigte sich erfeut: „Dieses BarCamp ist seit Langem die erste große Veranstaltung und es ist erfrischend, wieder den direkten Kontakt mit den Kärntner HändlerInnen zu haben. Das letzte Jahr hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, online neue Vertriebskanäle zu nutzen.“

In einem lockeren Setting im Foyer der Messehalle in Klagenfurt nutzten viele Kärntner Händler die Möglichkeit, sich mit den Gesichtern der Plattformen vor Ort auszutauschen. Großes Augenmerkmal lag dabei auf neuen Marktpotenzialen und den Vorteilen des Vertriebswegs über Plattformen.

Von A wie Absatzkanal bis Z wie Zustellen – Verkaufsplattformen können der richtige Partner sein um Ihren Umsatz zu steigern.

Gregor Grüner, Obmann des Landesgremiums Versand-, Internet- und allgemeiner Handel, weiß um die Wichtigkeit des online-Verkaufs: „Mit den Onlinehelden möchte die Wirtschaftskammer Kärnten den Kärntner Handel mit einem Werkzeugtool unterstützen, um zusätzlich zum stationären Geschäft einen digitalen Vertriebsweg zu realisieren oder einen eigenständigen Onlinehandel erfolgreich zu betreiben.“

Die WKO Onlinehelden sind Ihr Ansprechpartner für interessante Veranstaltungen, Website-Checks und Beratungen und bieten einen optimalen Start in die vielfältige Welt des E-Commerce.

Alle Informationen finden Sie unter: www.wko-onlinehelden.at. Nutzen Sie den kostenlose Service und erweitern Sie Ihre Absatzwege, ganz nach dem Motto „There is a superseller in all of us“.

WKÖ-Trefelik: Konsumenten sehnen sich nach Normalität

Aktuelle Gallup Studie: Sehnsucht nach Einkaufsbummel und Spontankäufen

„Die Corona-Pandemie hat das Einkaufsverhalten stark verändert. Niedrige Einkaufsfrequenz, kürzere Verweildauer in den Geschäften und kaum noch Spontankäufe auf der einen Seite, Wertschätzung von Regionalität, Nachhaltigkeit und Gesundheit auf der anderen – so vielfältig und zum Teil widersprüchlich sind die Trends im Handel. Die Bevölkerung sehnt sich zurück nach Altbekanntem. Viele wollen bummeln gehen und den Einkauf in den Geschäften wieder sinnlich erleben. Um sich dabei richtig wohlzufühlen, darf ein Kaffee oder ein Essen zwischen den Einkäufen nicht fehlen“, so Rainer Trefelik, Obmann der Bundesparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Mittlerweile wird bewusster eingekauft

73 Prozent denken nach, ob sie die Produkte wirklich brauchen. Erfreulich ist, dass 70 Prozent verstärkt bei lokalen Händlern einkaufen wollen und ganze 68 Prozent stärker als vor der Krise auf Regionalität und die Auswahl heimischer Produkte achten. Händler sollten diesen Trend der Nachhaltigkeit, der sich immer mehr verfestigt, zur Grundlage ihrer Angebotspalette und Geschäftsphilosophie machen. Das zeigt die Studie des österreichischen Gallup-Instituts im Auftrag der Bundesparte Handel in der WKÖ.

„Die Bevölkerung überlässt ihre Einkaufsentscheidung viel seltener dem Zufall. Die Einkäufe werden im Vorfeld geplant. Es werden also viel öfter nur jene Waren gekauft, die der Konsument als wirklich notwendig empfindet. Dadurch hat sich auch die Verweildauer in den Geschäften stark reduziert“, so Andrea Fronaschütz, COO und Studienautorin vom österreichischen Gallup-Institut.

„Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und damit ein Revival des Spontankaufs auszulösen, dürfen keine Barrieren aufgebaut werden. Es gelingt umso leichter, alle Freiheiten zurückzugewinnen, je höher der Prozentsatz der geimpften Bevölkerung ist. Händler selbst haben es natürlich – gewissermaßen im eigenen Haus – in der Hand, ihre Attraktivität zu erhöhen, indem sie vermehrt auf Service setzen. Die Erwartungen in diesem Punkt sind angestiegen“, zitiert Trefelik aus einer kürzlich präsentierten JKU-Studie zum Thema Servitisation. Die aktuelle Gallup-Erhebung bestätigt diesen Trend. So muss der Handel noch mehr Gewicht auf Beratung, Zustellung, Convenience und Omni-Channeling setzen.

Stationärer Handel mit deutlichem Imagegewinn

9 von 10 der Befragten konzedieren dem Handel in der Krise Verantwortungsbewusstsein und mehr als ein Drittel bringen dem Handel nunmehr größere Wertschätzung entgegen. Auch die Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen hielten die Befragten im Wesentlichen für zufriedenstellend.

Ableitungen für den österreichischen Handel

Sowohl die Geschäfte als auch die Gastronomie müssen offen bleiben, beide brauchen einander. Eine Fachkräfte- und Lehrlingsoffensive ist genauso notwendig wie die Stärkung der Digitalisierung von KMU. Einmal mehr betont der Sprecher des österreichischen Handels: „Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, muss Fair Play im Abgaben- und Steuerrecht verwirklicht werden und verweist auf den Plan der OECD, eine Mindestbesteuerung von Gewinnen im internationalen Gleichklang einzuführen.“ (PWK 421/NIS)